Weisses Tor

Das weisse Tor ist unauffällig I
 
Es fungiert als Pforte zu den Felsengärten | Das Tor steht am Rand der Strasse und ermöglicht erneut die Konzentration auf bedachte Gedanken | Entfernt voneinander liegende Denkmuster miteinander zu verbinden, ist die Aufgabe dieses Tors | Dieses Tor lässt die Vielfalt zu und schliesst sich vor der Einfalt | Es begrüsst den wachen und wissbegierigen Betrachter |
 
In seiner hellen, steinernen Leichtigkeit streift es nur die Wahrnehmung |

Bauplatz der Utopie

 

Am Bauplatz der Utopie wächst die soziale Plastik I
 
Eine Plattform unterhalb eines Felsens dient als Bauplatz | In Anlehnung an die  Felszeichnungen kann darauf mit dem Entdecken von Utopien begonnen werden | Eine Ruhebank dient dazu, die Bauteile zu Utopien und Visionen zusammenzufügen | Auf den Knochen des GedankenBerges sind diskursive Zeichen zu lesen I Diese lassen sich zu Gedankenarchitekturen zusammenfügen | Das nahe gelegene Dorf und die umliegende Landschaft bauen mit an den Gedankengebäuden der Betrachter I
 

Kontemplationsplatz

 

Hier das Wissbare zu mitfühlendem Sinn zusammentragen I
Ein runder Platz, an dem sich bereits verschiedene Betrachterfiguren versammelt haben | Ihre Beobachtungen werden an diesem Platz zusammengeführt I Sie laden weitere Betrachter dazu ein | An diesem Ort ist man umgeben von vielschichtigen Möglichkeiten der Erkenntnis I Es ist eine freundliche Wirklichkeit | Ein kontemplativer Aufenthalt an diesem Platz lässt den Betrachter Denkmuster zusammenfügen | Die Betrachterfiguren um ihn herum ermuntern ihn, mutig und kritisch zu sein, wie auch sein eigenes Theater der Wirklichkeiten zu sehen | Wehrhafte metallene Figuren wie die Freunde Hegels sind dabei, aber auch bronzene Knochen, die gebrannte Erde des GedankenBerges tragen
 
 
 

Sisyphossteine

 

Sisyphossteine gibt es nicht, aber sie sind günstig zum Nachdenken I
 
Der Mut des revolutionären Sisyphos bahnt den Betrachtern einen breiten Weg | Nach aussen hin mit stoischer Beharrlichkeit trägt er den Stein seiner Geschichte den Berg hinauf | Oben angekommen, rollt sein Sieg über die Götter den Abhang hinunter I  Er erkennt, dass er immer neu über sich selbst siegt | Die Götter sind längst gestorben | Der Stein ist die verdichtete Erkenntnis, dass alle Wunder nur harter,  gefühlloser Stein sind | Nun liegt er am Fuss des Gedankenberges | Von Zeit zu Zeit entdeckt ein Betrachter sogar die Spur einer Erkenntnis, die der Stein hinterlassen hat |
 
 
 

Verschlossenes Tor

Es ist vernünftig, dem Unsinn die Tür zu verschliessen I
 
Zerstörerische Gedankengänge treten oft als scheinbare Notwendigkeit auf | Alle diese Entschuldigungen für Gemeinheit und Mord sind scheinheiliger Natur | Die Mittel, die wie behauptet einen Zweck heiligen würden, sind auf dem GedankenBerg nicht angemessen | Deshalb werden sie ausgeschlossen | Vor dem verschlossenen Tor mögen sie sich ihren Weg suchen I Die Gedanken der anwesenden Betrachter jedoch in Frieden lassen | Es steht jedem Betrachter zu, seine Denkmuster zu durchforsten und das Destruktive aus seinem Hirn hinauszuwerfen | Vielleicht dient auch ein abgeschlossener Park für diese lebende Sammlung von kontrollierten Bösartigkeiten |
 
Das grosse, schwere, verschlossene Tor dient den Betrachtern zum inneren Frieden I
 
 
 

Gedankenbergwerk

 

Der Bergbau im Denken des Betrachters I
 
In den GedankenBerg eingeschnitten ist eine Öffnung, die auf das Innere des Gedankenberges verweist | Die Ideen, die notwendig sind, aus dem Erz ein Metall zu gewinnen I Und den Boden des Eingangs mit Bronze als Quelle eines ehernen Meeres zu begiessen | Aus dem bronzenen Fluss eine Betrachterfigur wachsen lassen | Die Figur ist Ergebnis und Zeuge der Enteignung des GedankenBerges und der Konstruktion von neuen Wirklichkeiten | Ein Produkt des GedankenBergwerks ist eine grosse Menge an nicht geworfenen Steinen |
 
Die Förderleistung des GedankenBergwerks ist unerschöpflich |
 
 
 

Berghirn

 

Das Berghirn denkt nicht, es ist der Schatten der Betrachtergedanken I
 
Mitten im Felsgarten tritt das Berghirn hervor | Eine Unzahl an Denkmustern überzieht die Gesteinsformation | Ein Schädel von seinem Graspelz befreit, ist er verletzliche Natur einer Lebenswirklichkeit | Konzentriert auf bemaltem Stein fasst das Berghirn zum Abschied nochmals alle Stationen zusammen | Alle Wirklichkeiten sind nicht aus sich selbst heraus einfach vorhanden | Sie haben einen Vorrat an Auslösern für herangetragene Bedeutungen |