Eisernes Tor

 
Die Skulptur des Zwischenraums steht am Anfang des Nachdenkens
 
Das eiserne Tor bietet die Gelegenheit, kurz in einen Schwellenbereich zwischen zwei Wirklichkeiten einzutauchen | Beim Durchschreiten ändern sich die Umgebungsgeräusche, die Luft ist anders | Ein Innehalten genügt, um Erwartungen abzustreifen | An der Wand des Tores taucht der Gedankenschatten auf, führt hinter die eigenen Vorstellungen und hilft dem Bewusstsein | Ein vorübergehendes Eintreten ist möglich I Man erkennt, dass jedes Eintreten ein Heraustreten aus etwas anderem ist. Die Landschaft ist scheinbar dieselbe und doch hat sie sich beim Hindurchgehen durch das Tor verändert.  Die Bedeutung, die an sie herangetragen wird, wird zu einer anderen.

Tafeltext

 

Eine begleitende Versammlung von Worten als Wegweiser über den GedankenBerg I

Diese kleinen Texttafeln sind jeweilige Textanfänge für längere Texte, die noch gedacht werden müssen | Betrachtertexte, noch nicht gedacht und noch nicht geschrieben, stehen in der Obstwiese und warten darauf, geerntet zu werden | Darüber hinaus lässt sich aus den Tafeln ein zusammenhängendes Wortband lesen | Die Assoziationen, die in den Gedanken des Betrachters entstehen, sind bereits ein Teil der gesamten Kunstinstallation | Der Tafeltext weist auf die subjektive Bedeutungsgebung hin | Er ist auch die Gebrauchsanweisung für den Spaziergang durch die innere Wirklichkeit |

Bunker

 
Gedacht als Schutz verweist der Bunker auf die durch ihn entstandenen Gräber I
 
In die Erde versenkte Betonkruste | Hart an der Geländekante ist die Öffnung zur Betonmolluske | Ein niedriger Eingangsschlauch führt zu einem kleinen, engen Raum mit drei Schiessscharten | Ein grosser Teller für ein Maschinengewehr kennzeichnet ihn | Auf dem Teller eine Büste, deren Kopf aus Lehm geformt einen grossen Steinsplitter enthält | Vergoldete Augen schauen in die verborgene Aussicht | Vom Heldentum ist nur ein Spruch an der Wand geblieben | Ein Schattenraum der Geschichte |