Auf dem Storchenbüel, einem Hügel mitten in Sevelen haben Mali Gubser und Gert Gschwendtner einen eindrücklichen Skulpturenpark geschaffen, den sie als „GedankenBerg“ bezeichnen. Die künstlerische Intervention besteht aus vierzehn Stationen und ist als eine kontemplative Schule der Wahrnehmung zu verstehen. Seit Mai 2015 ist der GedankenBerg für die Öffentlichkeit zugänglich.

Betrachtet man das Werk des 1949 geborenen Gert Gschwendtner, wird man stets mit filigranen Figuren, sogenannte Betrachterfiguren, konfrontiert. Wie Ikonen bilden sie den Mittelpunkt seines Schaffens. Durch ihre Lebensgrösse nehmen sie eine vermittelnde Rolle zwischen einer Innen- und Aussenwelt ein. Ihr auratischer Ausdruck verstärkt ihre Funktion als Identifikationsfigur und fordert den Betrachter geradezu heraus, sich der eigenen Wahrnehmung bewusst zu werden, beziehungsweise diese zu sensibilisieren. Auch Kontemplativer Gedankengang der Wahrnehmung Studien der Kulturgeschichte sowie das Herausschälen tiefgreifender Zusammenhänge sind gleichsam Antrieb und Ausgang in der langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung Gschwendtners. Mit dem GedankenBerg realisierte der in Sevelen beheimatete Bayer ein eindrucksvolles Panoptikum, das Kunst, Natur und Kulturgeschichtliches miteinander in Beziehung setzt und den Rezipienten dazu ermutigt, hinter das tatsächlich Existierende zu blicken.

 

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