Der Schatten bildet in Dichtung und Philosophie einen riesigen Fundus an Bedeutungen. Die Gebrüder Grimm zapften dazu die sprachlichen Reservoire an. Im Modus und in Form seines sprachlichen Erscheinens und Verschwindens erzählten sie das Epos vom Schatten. Es eröffnete sich ein Repertoire mannigfaltigster Rede- und Denkweisen.
Schatten als Farb- und Texthäute – vorsichtig abgezogen von ihrem Untergrund und in neue Sichtbarkeiten gebracht – zeigen, wie wir unsere Umgebung – bedacht oder unbedacht – mit unseren eigenen Vorstellungen, Sichtweisen und Zumutungen bewerfen.
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