Tannennadeln werden nur alle vier bis fünf Jahre vom Baum abgeworfen. Über diese Jahre funktionieren sie wie jedes andere Blatt auch: Wasseraufnahme, Wasserabgabe, Photosynthese. In diesem kleinen Objekt, das viel kleiner ist als Laubblätter, findet das ganze komplexe und dichte Werkstattprogramm, der Nadelbäume, statt. Ein kleines Wunderwerk.
 
Tannennadeln sind ein Indikator für menschliches Verhalten. Durch die lange Zeit, die sie am Baum bleiben, akkumulieren sie die aufgenommenen Schadstoffe stärker als Laubblätter.
 
Tannennadeln können geistige Akkupunkturnadeln sein, die zum Nachdenken darüber anregen, was ich tatsächlich unternehme, was ich meiner Umwelt zufüge
 
Tannennadeln sind als künstlerisches Objekt, als bildnerisches Element von unglaublicher Faszination.
 
Werden sie ganz naturalistisch gemalt und wird das Bild später aus einer genügenden Entfernung betrachtet, werden die darauf abgebildeten Tannennadeln abstrakt. Die einzelne Nadel wird zu einem Strich. Ihren verschiedenen Längen und Krümmungen ergeben sie Strömungen, Ballungen, Schichtungen, Strukturen bis hin zu einfachen Zeichnungen. Es entstehen Modelle gedachter Wirklichkeiten. Darüber hinaus entsteht eine unglaubliche Farbigkeit nur mit Tannennadeln. Nur mit diesem einen naturalistischen Element.
 
Eine realistische Abstraktion oder abstrakter Realismus.
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