In der Vergangenheit wurden immer wieder Versuche gemacht, grafische Darstellungen von Gehirnaktivitäten anzufertigen. Je nach Stand des Wissens um anatomische Wirklichkeiten und ideologischer Ausrichtung sind mehr oder weniger konstruktive Karten des Gehirns entstanden. In ihrer Darstellungsweise orientierten sich diese Karten oder Atlanten meist an Landkarten oder Globen. Sie bildeten fast ausschliesslich Oberflächen von vorgestellten oder spekulierten Aktionsbereichen des Gehirns ab.
Die Gehirnatlanten zeigen keine biologistischen Behauptungen, sondern schaffen emotionale Räume, die mit Impulsen für konstruktive Gedankengänge verbunden sind. Farbflächen – mit Schriftflächen und Textfragmenten verknüpft – können im Sinne von Marcel Duchamp als Malerei auf Hirnhäuten verstanden werden.
Foto: Hirnatlas - Link öffnet Foto in Originalgrösse
 
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