Betrachterkommentare

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Kunstgeschichte ist kein kontinuierlicher, linearer Ablauf I Kunstgeschichte ist das, was wir uns zusammenreimen, von dem, was uns andere Zeiten, andere Jahrhunderte übrig gelassen haben I
 
Wir versuchen aus diesem Konvolut mehr oder weniger Systematisches abzulesen I Dieses Ablesen kann nur ein von uns herangetragenes, systemisches Konzept sein I Über die Jahrhunderte haben immer wieder einzelne Schriftsteller, die die politisch und geistig konzeptuellen Strömungen ihrer Zeit erfassten, aus ihrer Sicht heraus Bedeutungswirklichkeiten in Bezug auf die historischen Reste formuliert I Durch diese Formulierungen wurden scheinbare Wahrheiten erhoben, die stark meinungsbildend wirkten I So haben wir heute eine Situation, in der Ideen von Jacob Burkhardt bis Arnold Gehlen, von Hegel bis Wolfgang Welsch als Fakten zur Geschichte angesehen werden, und nicht als interpretierende Kommentare I
 
Wir beziehen uns auf bestimmte Veränderungen oder auf bestimmte herausragende Formen I Diese Formen und diese herausragenden Bedeutungswirklichkeiten bezeichnet der Kunsthistoriker Friedrich Piel als kritische Formen I Diese korrespondieren immer mit Zeiten, in denen Umbrüche stattfinden, zu denen wir Umbrüche beobachten können, die sogenannten Kritischen Zeiten I
 
Gert Gschwendtners kritische Formen sind unter anderen die geschütteten Bilder, die Tannennadeln, die  Schrift im Bild und die konkrete Poesie I Mit diesen Formen beschäftigte er sich intensiv in den kritischen Zeiten zwischen 1980 und 2000 I Danach wurden sie zu seinen Werkzeugen und Kommentaren für die Werke der Kompostmoderne I